An den Berner Regierungsrat: Ein Appell für sichere Schulen

Appell an den Berner Regierungsrat: Haltet die Schule offen
Haltet die Schulen offen

Der Appell

Der Link zur Unterschrift (Name und E-Mail-Adresse). Es erscheint der Vorname und ein Buchstabe des Nachnamens. Bitte an alle Interessierte weiter sagen.
https://act.campax.org/petitions/appell-fur-sichere-schulen

Im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Weihnachtsferien und der sich rasant ausbreitenden Omikron-Virusvariante appellieren wir eindringlich an den Regierungsrat des Kantons Bern alles dafür zu unternehmen, dass der Präsenzunterricht aufrecht erhalten wird, dass dadurch unsere Kinder optimal lernen können und wirkungsvoll vor dem Virus geschützt werden.

Die Einführung einer Maskenpflicht ab der 1. Klasse begrüssen wir. Diese Massnahme reicht jedoch nicht aus, weshalb wir vom Regierungsrat die Einführung folgender grundlegender Schutzmassnahmen an allen Berner Schulen fordern:

1. Zum Schulstart am 10. Januar 2022: Systematischer Massentest aller Schüler:innen und Mitarbeitenden der Schule.

2. Danach: Repetitive und obligatorische Tests aller Schüler:innen und Mitarbeitenden der Schule, mit dem Ziel der frühzeitigen Isolation von Infizierten und der Verminderung von Klassenquarantänen.

3. Weitere wirkungsvolle Massnahmen zur Verhinderung von Infektionen (u.a. systematisches Lüften, Einsatz von CO2-Sensoren und HEPA-Luftfiltern).

4. Vorbereitung des Fernunterrichts bei Klassenquarantänen oder bei Schulschliessungen.

Warum ist das wichtig?

Das Ziel all dieser Schutzmassnahmen ist es, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, die Kinder vor möglichen Langzeitfolgen (LongCovid, PIMS, etc.) zu schützen und zu verhindern, dass sie durch fehlenden Präsenzunterricht Nachteile in ihrer schulischen Laufbahn erleiden. Es geht aber auch darum, die Eltern und weitere Menschen vor Ansteckungen und Impfdurchbrüchen zu schützen.

Wenn Kinder in Isolation oder Quarantäne sind, fallen auch Eltern als Arbeitskräfte in systemrelevanten Berufen aus (u.a. Gesundheitsberufe, Schulpersonal, öV-Personal, Post, Polizei, Rettungsdienste, etc.). Auch können Fernunterricht in Verbindung mit Homeoffice zu Verminderung der Arbeitsleistung beitragen.

Für die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts ist der Schutz der Lehrpersonen unabdingbar, sowohl der Schutz vor der Erkrankung, als auch vor der chronischen Überlastung seit Beginn der Pandemie. Nur mit einheitlichen Regeln für alle Schulen und in der ganzen Schweiz wird Ruhe in den Schulbetrieb einkehren. Auch die Dachverbände der Lehrer:innen Schweiz (LCH und SER) fordert dies ausdrücklich .

Unsere Forderungen basieren auf evidenzbasierten Zahlen und der klaren Empfehlung führender Gesundheits-Expert:innen, vgl. der Beitrag im Swiss Medical Weekly vom Oktober 2021: https://smw.ch/article/doi/smw.2021.w30086

Wer steht dahinter?

Lanciert wurde dieser Appell vom Verein Schule & Elternhaus Kanton Bern (S&E).

Wie die Unterschriften übergeben werden

Der Appell wird am 4. Januar 2022 an den Berner Regierungsrat offiziell übergeben.