Schuljahr 2020/2021: Ein Start mit Ungewissheiten und einigen Neuerungen

Nun ist das neue Schuljahr bereits eine Woche alt. Es hat für die Allermeisten in der Volkssschule ganz normal gestartet, während die Schülerinnen und Schüler bspw. der Gymnasien Schutzmasken während des Unterrichts tragen müssen. Wir hoffen alle, dass solche Massnahmen bei uns nicht nötig sind und wenn, dass es dann für die Zyklen I und II (Basisstufe bis 6. Klasse) nicht nötig sein wird.

Basisstufen & Mehrjahrgangsunterricht

Es gibt am Schulstandort Spitalacker/Breitenrain nun keine Kindergärten mehr. Sie sind durch die Basisstufenklassen abgelöst worden, die die vier Jahrgänge vom 1. Kindergarten bis zur 2. Klasse umfassen. Die Einführung der Basisstufen geht auf die beiden letzten Bildungsstrategien der Stadt Bern zurück. Sinn und Zweck der Basisstufen ist die Unterstützung von Chancengerechtigkeit und Integration, sowie die Verbesserung der Nahtstelle vom Kindergarten in die Primarstufe. „In der Basisstufe wird jedem Kind sein eigener Lernweg ermöglicht. Zwei Lehrpersonen, in der Regel eine Lehrperson für den Kindergarten und eine für die Unterstufe, teilen sich 150 Stellenprozente und unterrichten zum grössten Teil gemeinsam, im sogenannten Team-Teaching.“, schreibt die Stadt Bern auf ihrer Homepage.

Ganztagesschule: «Schule als Lern- und Lebensort»

An den beiden Standorten Wankdorf/Breitfeld und Spitalacker/Breitenrain wurde eine Ganztagesschule eröffnet. Auch das geht zurück auf die aktuelle Bildungsstrategie. Eine Ganztagesschule betreut die Kinder von Unterrichtsbeginn bis -ende. Das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen. „«Schule als Lern- und Lebensort»: Die ideale Schule ist ausgestaltet als Ganztagesschule. Das Angebot steht den Eltern bzw. den Kindern auf freiwilliger Basis offen. In der Betreuung sollen konstante Beziehungen die Grundlage dafür bilden, dass die Schule ein angenehmer und fördernder Lern- und Lebensort ist.“  steht in der Bildungsstrategie geschrieben. Und: „Ein integrales pädagogisches Konzept für Bildung und Betreuung bildet die Grundlage für den systematischen Aufbau von Ganztagesschulen.“

Keine Frühstunden mehr, ein neuer Stundenplan & keine Hausaufgaben

Es hat viele Jahre gedauert, doch nun haben sich die Bemühungen des Elternrates um die Reduktion oder gar Abschaffung der Frühstunden in einem modernen, familiengerechten und vor allem der Gesundheit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigenden Stundenplan niedergeschlagen. Dank der Hilfe aller Stufen, der Lehrpersonen, der Schulleitung, der Schulkommission, der Stadt und des Kantons wurde ein Stundenplan eingeführt, der für fast alle nur Vorteile hat: Es gibt keine Frühstunden mehr, es gibt ab sofort einen geregelten Tagesbeginn für alle Familien und durch die konsequente Belegung der Vormittage mit fünf statt vier Schulstunden, werden endlich auch die Nachmittage entlastet und erlauben es den Schülerinnen und Schülern so besser, ihren Freizeitaktivitäten nachzugehen. Da letztes Jahr auch noch die Hausaufgaben abgeschafft wurden, sind die (Schul)tage für unsere Kinder nicht mehr so lange.

«Dr nöi Breitsch»: endlich ist das Warten zu Ende: Tempo 20 für die Verkehrssicherheit

Endlich, endlich sind die mühseligen Verfahren um die Baubewilligung des Breitenrainplatzes abgeschlossen. Was auf einen Vorschlag des Elternrates vor einigen Jahren (2013) in der Begleitgruppe zum Workshop „Sanierung Moserstrasse“ zur Lösung der Verkehrsprobleme beim Breitenrainplatzes zurück geht, darf die Stadt Bern nun nach einem Bundesgerichtsurteil Tempo 20 rund um den Breitenrainplatz einführen. Von Tempo 50 auf Tempo 20: Erst wollte die Stadt die Fahrstreifen der Moserstrasse erweitern, die Trottoirs enger machen und ein Tempo-50-Regime einführen. Dagegen ist die Bevölkerung „Sturm“ gelaufen. Das Projekt wurde neu aufgelegt. Dieses Mal mit Tempo 30. Da bei Tempo 30 im Prinzip keine Fussgängerstreifen vorgesehen sind, aber die Autos Vortritt haben, hat der Elternrat Einspruch erhoben. Nach zähem Ringen wurde an der Kreuzung Moserstrasse / Spitalackerstrasse ein Fussgängerstreifen mit Mittelinsel geplant. Aber der Breitenrainplatz sollte „nur“ in Richtung Coop und Migros zwei Fussgängerstreifen erhalten, aber keiner der vom Platz weg in Richtung Schule führt. Die Lösung dieses Problems ist mit der Einführung von Tempo 20 und dem Vortrittsrecht für Fussgänger (und der Kinder) gefunden. Auch der Quartierleist Lorraine-Breitenrain, der Einsprache dagegen erhoben hatte und das Projekt viele Jahre damit verzögert hatte, wird die Vorteile dieser Lösung erkennen. Denn schon heute liegt viel Mehr als Tempo 20 bis 30 rund um den Breitenrainplatz nicht drin. Der Elternrat Sp/Br dankt der Stadt Bern für ihr Festhalten an der geplanten Begegnungszone.